[Test] Unity 6.12

Unity ist die Standardoberfläche von Ubuntu. Es ersetzt die vorherige Gnome 2 Oberfläche und wurde vor allem wegen der integrierten Amazon – Suche stark kritisiert. An dieser Stelle möchte ich einmal testen, wie es sich mit Unity in der Version 6.12 arbeiten lässt.

Installation

Unity wird mittels der Standard – Paketverwaltung installiert. Dies kann mit dem Befehl
sudo apt-get install unity

durchgeführt werden. Unity installiert bei der Installation den Desktopmanager "lightdm" mit. Möchte man einen anderen benutzen, kann man mittels
sudo dpkg-reconfigure lightdm

den Standard – Desktopmanager auswählen. AnpassbarkeitAnpassbarkeit

Unity hat ein Ähnliches Problem wie Gnome 3.6 und höher. Es ist nicht mehr eine solche Fülle an Einstellungsmöglichkeiten wie zu Zeiten von Gnome 2 vorhanden. Eine Auswahl von Hintergrundbild, Design und Größe, Verhalten und Position der Startericons wird präsentiert. Mehr lassen die Einstellungen nicht mehr zu. Für den Standard – User möge dies ausreichend sein, aber möchte man sein Unity wirklich vollständig nach seinen Wünschen einrichten, so muss man in die Tiefen der Konfigurationsebenen herabsteigen. Nutzung

Bei Unity fällt zuerst einmal auf, dass die Menüleiste scheinbar verschwunden ist. Beispielsweise ist bei einem maximierten Nautilus – Fenster nur der Titel eingeblendet. Titel_1 Fährt man jedoch mit der Maus nach oben auf die obere Leiste, so ändert sich diese. Titel_2 Und das Menü erscheint. Gerade zum Einstieg mit Unity ist das sehr verwirrend, aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Unity ähnelt an manchen Stellen Gnome 2. So hat sich beispielsweise die Position der Indicator – Applets/ Trayicons nicht geändert. Diesbezüglich muss man sich an nichts neues gewöhnen. Im allgemeinen kann man Unity dazu veranlassen, etwas schneller als z. B. Gnome 3 zu arbeiten. Dies lässt sich über das Compiz – Config – Tool realisieren, welches ein Unity – Plugin enthält. Im Allgemeinen ist hier von Vorteil, dass man die 3D – Effekte hier Steuern kann, wodurch gerade auf älteren Systemen (hier ein Rechner von 2007, Linux 3.5) ein fast flüssiges Arbeiten möglich ist. Das Unity – Menü Man kann im Unity – Menü direkt Eigenschaften anzeigen. Das Funktioniert sowohl für Dateien, Anwendungen, Links etc. Die Eigenschaften lassen sich – wie vermutet – über einen Rechtsklick aufrufen. Beispielswiese liste ich anbei meine Anwendungen auf: Unity_Applications_1 Unity_Applications_2

In diesem Beispiel greift Unity auf die Paketinformationen zu. Bei Dateien/ Ordnern wird entsprechend die Eigenschaft der Datei/ des Ordners aufgerufen. Performance

Unity arbeitet etwas flüssiger als Gnome 3 auf dem Testrechner, nicht zuletzt durch das deaktivieren unnötiger Effekte, jedoch lassen sich leider nicht alle Effekte deaktivieren. Auch die Systemlast ist hier niedriger, wodurch das Arbeiten gerade beim Listen von verschiedenen Anwendungen schnellger und flüssiger von statten geht. Jedoch funktioniert dies nicht vollends ruckelfrei. Pro/ Kontra

  • Etwas flüssigeres Arbeiten als auf Vergleichbaren Umbebungen möglich + Effekte lassen sich einfacher deaktivieren + Trayicons sind an der gewohnten Stelle, wie man sie auch unter alten Ubuntu – Versionen gefunden hat. + Die Designs werden weniger oft nicht vollständig von Applikationen übernommen. – Arbeitet am liebsten mit LightDM zusammen, welcher etwas langsam auf alten Rechner ist. – Es ist standardmässig ein Modul zur integrierten Amazon Suche installiert und aktiv, es muss manuell deaktiviert werden. – Leider nicht gerade viel Anpassbar Fazit

    Unity ist auf Ubuntu Standard. Auch wenn die Oberfläche ein neuartiges Bedienkonzept hat, bemerkt man auch schnell, dass man auf Ubuntu arbeitet. Einige Dinge aus Gnome 2 tauchen dann schnell wieder auf. Im direkten Vergleich mit Gnome 3.6 oder höher schneidet Unity 6.12 nicht zuletzt wegen des etwas flüssigeren Arbeitens auf dem Testrechner besser als Gnome ab. Auch Das arbeiten ist auf Unity 6.12 etwas sortierter als auf Gnome 3, da auch auf unnötige Informationen (Screenshots der anderen Arbeitsflächen) verzichtet wurde, sodass man diese nur auf Wunsch, z. B. beim wechseln der Arbeitsfläche, angezeigt bekommt. Das Unity Menü selbst ist meiner Meinung nach sehr übersichtlich und hilft, wenn man z. B. eine Datei sucht sehr effizient. Auch Musik, Bilder etc. werden in dieser Ansicht übersichtlich präsentiert. Lediglich die integrierte Amazon – Suche ist meiner Meinung nach etwas zuviel des Guten. Ein aktivierbares Modul zur Online – Suche wäre angebrachter gewesen. Nicht zuletzt hätte es standardmässig nicht aktiviert sein dürfen.

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