6 Ideen, um aus dem Raspberry Pi eine Homecloud zu machen

Der Raspberry Pi eignet sich gerade zu Hause hervorragend für kleinere Servertätigkeiten. An dieser Stelle möchte ich 6 Wege präsentieren, wie man aus dem Raspberry Pi eine kleiner "Homecloud" machen kann. An dieser Stelle werde ich verschiedene Ideen für diese Anwendung des Pi’s vorstellen. Ich teile diesen Beitrag in 2 Teile auf; der erste Teil wird sich mit so genannten Protokolllösungen beschäftigen, bei denen lediglich Protokolle das Problem lösen sollen. Der 2. Teil beschäftigt sich mit speziell dafür gedachten Softwareprojekten.

Das hier ist eine reine Auflistung von Ideen zuzüglich eventueller Vor- und Nachteile

Teil 1: Reine Protokollösungen Methode 1: SCP/SSH Die einfachste Methode ist, Daten über SSH oder SCP zu übertragen. Viele Dateibetrachter unter Linux haben einen intergrierten Support für dieses Protokoll. Z. B. lässt sich in Nemo oder Nautilus per STRG+L die "Gehe zu.." – Leiste aktivieren, in die man anschließend "ssh://ipadressedespi" eingibt. Pro/Kontra add Bei aktivem SSH – Server direkt vom Server mitgeliefert. add Viele Dateiexplorer bieten integrierten Support add Andere Betriebssysteme brauchen zusätzliche Programme, da sie die Protokolle nicht kennen. add Man benötigt immer ein gültiges Systemkonto, dass Zugriff auf SSH haben darf. Methode 2: FTP Eine sehr alte, aber immernoch recht häufig verwendete Variante ist das File Transport Protocol, kurz FTP genannt. Auf FTP – Server kann man sowohl mit speziellen FTP – Clients als auch mit Dateibetrachtern unter Linux zugreifen. Jedoch sollte man bei FTP beachten, dass die Daten unverschlüsselt übetragen werden. Eventuell sollte man hierfür SFTP bzw. FTPS in Anspruch nehmen. Pro/Kontra add Einfach einzurichten add Es gibt eine Hülle an verschiedenen Clients, die man nutzen kann add Dedizierte FTP-Accounts haben keinerlei Systemrechte add Unverschlüsselte Dateiübetragung Methode 3: Samba/smb – Freigaben Samba ist eine freie Implementation der Windows – Freigaben. SO ist es möglich, z. B. eine Freigabe anzulegen, auf die sowohl Windows als auch Linuxrechner ohne weiteres zugreifen sollen. Bei Windows ist der Support standardmässig enthalten, bei Linux müssen natürlich die nötigen Bibliotheken vorhanden sein, damit das System die Freigabe einhängen kann. Pro/Kontra add Sowohl Windows als auch Linux können darauf zugreifen add Es muss ein Systembenutzer vorhanden sein add Mitunter großer Konfigurationsaufwand notwendig Teil 2: Softwareprojekte Methode 4: ownCloud 5 ownCloud ist eine freie Software, mit der man eine eigene Cloud auf einem Server anlegen kann. Das Projekt ownCloud bietet etliche Features, wie einen Mediaplayer, Notizblock, Kontaktverwaltung, Freigabe der Dateien per WebDAV uvm. Dabei benötigt ownCloud einen vorhandenen WebServer sowie eine Datenbank im Hintergrund. Pro/Kontra add Sehr bequemer Zugriff auf Daten möglich add Es gibt Clients für verschiedene Plattformen add/add Funktionsumfang wirklich sehr groß; mitunter viele Features dabei, die man nicht braucht. add Mitunter großer Konfigurationsaufwand notwendig Methode 5: Redundancy 2 Redundancy ist meine persönliche Lösung, um dieses Problem anzugehen. Wie ownCloud auch handelt es sich bei Redundancy um freie Software (GPLv3), mit der man sich eine leichtgewichtige "Heimwolke" erstellen kann. Jedoch greift Redundancy eine andere Situation als ownCloud auf. Es liegt hier ein Augenmerk darauf, die Software schnell und leichtgewichtig zu halten, sodass es ohne große Ladezeiten auch auf schwachen Servern, wie nunmal dem Pi, läuft. Anders als ownCloud ist Redundancy bei weitem noch nicht fertig und läuft noch nicht stabil. Es kann derzeit nur über GitHub bezogen werden. Pro/Kontra add Leichtgewichtig add Beschränkt sich auf reine Dateiverwaltung add Noch nicht fertig (pre-alpha) add Keine Unterstützung für Internet Explorer Methode 6: SparkleShare 1.1.0 Ein recht interessante Idee für dieses Problem ist SparkleShare. Es handelt sich dabei um eine Software, die dabei auf das Versionskontrollsystem Git zurückgreift. Großer Vorteil hierbei: Man kann jede Änderung nachverfolgen und -wenn nötig- rückgängig machen. add Man kann prinzipiell jede Änderung rückgängig machen (Git Versionskontrolle) add Erfordert Git und einen Client für Git Haftungsausschluss: Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden, die durch Befolgung der Schritte dieses Beitrages auftreten können. Es können auch hier Fehler und Unstimmigkeiten auftreten, die Fehler veursachen können. Ich habe die Tutorials in der Regel so erstellt, wie ich es bei meinem System auch durchgeführt hatte. Eventuelle Probleme sind dabei je nach Konfiguration möglich. Fehler gefunden? Ich bin für einen Kommentar dankbar .

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